Sansibar

Die Insel Sansibar im Indischen Ozean an der Ostküste Afrikas ist Landesteil von Tansania und steht für ein exotisches Reiseziel. Sansibar umfasst mit 2 644 km2 die Inseln Unguja Island (früher Sansibar) im Süden und Pemba im Norden. 640 600 Einwohner bewohnen die Region. Die gleichnamige Hauptstadt ist Sansibar. Der ehemalige Sultanspalast (19. Jahrhundert, mit dem »Haus der Wunder«) ist heute Regierungssitz von Sansibar. Außer Tourismus, sind für Sansibar die Herstellung von Lederschuhen, Silber- und Elfenbeinarbeiten die finanziellen Haupteinnahmequellen. Eine Zigarettenfabrik ist für viele Beschäftigte ein wichtiges Standbein der Wirtschaft. Die Fischerei ist eine traditionelle Erwerbsquelle für die Bevölkerung auf Sansibar. Auf der Insel gibt es einen internationaler Flughafen, was der Entwicklung des Tourismus fördert.

Sansibar – Kultur und Natur

Seit 1964 ist Sansibar halbautonomer Bundesstaat Tansanias. Auf der Hauptinsel Unguja, die gewöhnlich einfach Sansibar genannt wird, lebt die große Mehrheit der etwa eine Million der überwiegend muslimischen Einheimischen. Sansibar ist eine Insel der Kontraste. Die Insel hat sich von der Gewürzinsel zur Sklaveninsel und von der Kolonialinsel zur Urlaubsinsel entwickelt. Korallenriffe und weiße Sandstrände machen die Insel zu einem Ferienparadies, das immer mehr Ausländer anlockt. Das heutige Sansibar bietet eine bunte Palette von Eindrücken. Die orientalische Altstadt (Stone Town) mit ihren durch reich geschnitzte Fronttüren geschmückten Steinhäusern und zahlreiche Moscheen wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Im Gassenlabyrinth von Stone Town gibt es für die Urlauber besonders viel zu entdecken. Abends kann man im Forodhani-Park die lokalen Köstlichkeiten aus Sansibar probieren, die unzählige Garküchen anbieten. Unterkunftsmöglichkeiten gibt es in einfachen Gästehäusern, im Kolonialstil erbaut. Eine Sehenswürdigkeit der Insel ist die nahe der Südspitze im Jahre 1107 (laut kufischer Inschrift) von Persern erbaute Moschee.

Freundliches Sansibar

Die Verantwortlichen für Tourismus stehen im Zwiespalt zwischen Glaube und Geschäft. Entscheidet man sich für Tradition oder das Moderne? Die Touristen bringen viele Dollars auf die Insel. Nicht jeder Einheimische von Sansibar freut sich über die Fremden. Weite Teile der muslimischen Bevölkerung tun sich schwer mit der Freizügigkeit der Urlauber. Aus Rücksicht auf die Gläubigen wird geraten, dass Urlauber an den Stadtstränden nicht sonnenbaden sollten.