Wie steht es um die Wirtschaftskraft Afrikas?

Kenia

Die Afrikanische Wirtschaft

Die afrikanische Wirtschaft spielt im Vergleich zum Weltmarkt eher eine geringere Rolle, sieht man sich die Zahlen des Bruttoinlandsprodukts aller Kontinente an, so stehen Nordamerika, Europa und Asien auf den ersten drei Plätzen mit durchschnittlich 20 Mrd. USD. Das afrikanische Bruttoinlandsprodukt liegt bei knapp einem Zehntel davon. Die stärksten afrikanischen Wirtschaftskräfte sind Nigeria und Südafrika. Nach der erklärten Unabhängigkeit beider Staaten, investierten diese vorab erst einmal in die Schwerindustrie, denn den größten Umsatz erzielen die Afrikaner immer noch auf dem Rohstoffmarkt. Darunter litt besonders die Landwirtschaft, welche nun mehr und mehr versucht wird zu modernisieren. Das geringe Bruttoinlandseinkommen erklärt sich auch durch die Subsistenzwirtschaft vieler Gemeinden und Bauern. Dazu kommt, dass viele Großkonzerne aus anderen Kontinenten sich afrikanische Kleinbetriebe einverleiben. Afrikas Märkte sind einerseits noch nicht bereit für Konkurrenz, müssen aber um sich weiterzuentwickeln, von ihrem Protektionismus zu einem Freihandel gelangen.


Freihandel und Tourismus auf dem afrikanischen Kontinent

Da Afrika sehr viele interkontinentale Zölle erhebt, war der Handel zu den Nachbarländern nicht sehr lukrativ, dementsprechend orientierten sich Ghana und Kenia an der Errichtung einer „Continental Free Trade Area“ (CFTA), damit entfallen mehr als 75 % aller Zölle. Die Zahl der Millionäre in Afrika wächst im Vergleich am schnellsten. Das liegt meist am Rohstoffhandeln mit Erdöl, Erdgas und Bitumen aber auch an dem zunehmenden Massentourismus, an dem immer mehr Unternehmer profitieren. Der Tourismus ist zwar ein Entwicklungsmotor für zahlreiche Entwicklungsländer, kann aber soziokulturelle und ökologische Nachteile mit sich ziehen. Ganz nachdem Modell von Buttler sollten die entsprechenden Destinationen auf eine langfristige Erneuerung setzen sowie Erhaltung der Natur und Kultur.

Der afrikanische Aktienmarkt

Auf dem afrikanischen Aktienmarkt stehen vor allem Unternehmen aus Südafrika im Fokus. Obwohl die Wirtschaft eher auf eine Stagnation aus ist, gibt es noch genügend Unternehmen mit einem Handelskonto, in die man mit gutem Wissen investieren kann. Die größten afrikanischen Aktienfonds  sind „DB X-Trackers MSCI EFM Africa Top 50 Capped Index“, „Magna Africa Fund“ oder auch „JPM Africa Equity“. Leider wird dem Aktienmarkt in Afrika noch sehr wenig Bedeutung geschenkt und so sind die Investitionen sehr gering, sodass dieser sich nicht so schnell weiterentwickeln kann wie der amerikanische oder europäische.

 

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)